Die beste Safari-Saison in Südafrika liegt für die meisten Erstbesucher zwischen Mai und September, weil dann die Vegetation im Bushveld licht ist und Tiere an Wasserstellen leichter zu beobachten sind. Wer grüne Landschaften und Vogelreichtum sucht, fährt von November bis März, nimmt aber Hitze, Gewitter und dichteren Bewuchs in Kauf. Für eine erste Rundreise sind zehn bis vierzehn Tage ein realistischer Rahmen, und wer danach einen ersten Japan-Trip plant, fährt dort am besten eine klassische Achse Tokio, Kyoto, Osaka.

Die Wahl der Reisezeit ist in Südafrika keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage der Region. Das Land liegt zwischen zwei Ozeanen und mehreren Klimazonen, und der Winter der einen Provinz ist der Regen der anderen. Wer die meilleure saison safari afrique sud sucht, stößt schnell auf die Faustregel Trockenzeit gleich Wildsicht, doch diese Regel gilt vor allem für den Nordosten. Am Kap und an der Garden Route dreht sich das Bild, dort fällt der Regen bevorzugt im Winter, also zwischen Juni und August.

01Wann läuft die Safari-Saison tatsächlich?

Südafrika für Einsteiger: Saison, Dauer, Route

Im Kruger-Nationalpark und in den angrenzenden privaten Wildreservaten der Provinz Mpumalanga und Limpopo ist die Trockenzeit von Mai bis September die ergiebigste Phase. Die Gräser stehen niedrig, die Bäume verlieren Laub, und die Tiere konzentrieren sich auf verbleibende Wasserlöcher. Die Tagestemperaturen liegen häufig zwischen 20 und 26 Grad, die Nächte können auf fünf Grad oder darunter fallen, in offenen Geländewagen ist eine Jacke kein Luxus.

Die Monate Oktober und November sind eine Übergangszeit. Es wird heißer, die ersten Gewitter bringen kurze, heftige Regen, und viele Antilopen gebären. Für Fotografen ist das Licht weicher, für Wildbeobachter wird die Sicht allmählich schwieriger. Von Dezember bis März regnet es im Nordosten am meisten, die Straßen in den Parks können aufgeweicht sein, und die Vegetation steht hoch. Dafür sind die Raten in vielen Lodges niedriger, und die Landschaft ist satt grün.

Am Kap gilt ein anderes Muster. Kapstadt und die Garden Route haben ihr trockenstes und sonnigstes Wetter von November bis März, während der Südwinter von Juni bis August Regen, Wind und kühle Temperaturen bringt. Wer Safari und Küste in einer Reise verbinden will, plant also entweder im südafrikanischen Frühling, also September und Oktober, oder im Herbst, also April und Mai. Beide Fenster sind Kompromisse, aber brauchbare.

Ein weiterer Faktor sind die südafrikanischen Schulferien. In den Sommerferien von Mitte Dezember bis Mitte Januar sowie um Ostern sind die Parks voll und die Preise hoch. Wer flexibel ist, weicht auf Mai, Juni oder September aus.

02Wie viele Tage braucht eine erste Rundreise?

Zehn bis vierzehn Tage sind für einen ersten Besuch eine solide Grundlage. Wer nur eine Woche hat, sollte sich auf eine Region beschränken, etwa den Kruger-Park mit Johannesburg als Ankunft, oder Kapstadt mit Weinland und Kaphalbinsel. Der Versuch, in sieben Tagen Kruger, Kapstadt und die Garden Route zu verbinden, führt zu einem großen Teil der Zeit im Flugzeug oder im Auto.

Eine bewährte Aufteilung für zwei Wochen sieht so aus: zwei bis drei Nächte in Kapstadt, zwei Nächte im Weinland um Stellenbosch oder Franschhoek, drei bis vier Nächte in einem Wildreservat, zwei Nächte an der Garden Route, ein bis zwei Nächte in Johannesburg vor dem Rückflug. Inlandsflüge zwischen Kapstadt und Johannesburg oder Nelspruit sparen lange Fahrten, kosten aber Zeit am Flughafen und Gepäckgebühren.

Wer selbst fährt, sollte die Distanzen nicht unterschätzen. Die Strecke von Kapstadt nach Port Elizabeth entlang der Garden Route umfasst rund 750 Kilometer, mit Abstechern mehr. Die Straßen sind gut ausgebaut, doch Wildwechsel in der Dämmerung und lange Baustellen bremsen. Ein Mietwagen mit Automatik ist auf den Schotterpisten der privaten Reservate von Vorteil, viele Versicherungen decken diese Pisten jedoch nicht ab.

Für Malaria-Gebiete gilt: Der Nordosten des Kruger-Parks und die Grenzregion zu Mosambik sind Risikogebiete, der Süden des Parks und das Kap nicht. Reisende sollten sich vorab bei einer tropenmedizinischen Stelle beraten lassen, nicht im Forum.

03Welcher Reisezeitraum passt zu welchem Reisetyp?

Wer Tiere sehen will, fährt von Juni bis September. Wer Landschaft und Wein erleben will, fährt von November bis März ans Kap. Wer beides will und Kompromisse akzeptiert, wählt April, Mai, September oder Oktober. Wer günstige Preise sucht, meidet die südafrikanischen Sommerferien und die Osterwoche.

Für Whale-Watching ist die Saison an der Küste von Hermanus und Gansbaai etwa von Juni bis November, mit Höhepunkt im September und Oktober. Für Wanderungen in den Drakensbergen sind die Sommermonate Dezember bis Februar beliebt, aber gewitterreich. Wer die Wildblüte in Namaqualand sehen will, kommt im August und September in die Region um Springbok.

04Welche Route passt für eine erste Japanreise?

Wer nach Südafrika einen ersten Japan-Trip plant, findet dort ein anderes Reisezeitmuster. Die klassische Route für Einsteiger verläuft von Tokio über Hakone oder Nikko nach Kyoto und weiter nach Osaka, oft mit einem Abstecher nach Nara. Sieben bis zehn Tage reichen für diese Achse, mit dem Shinkansen sind die Distanzen angenehm zu bewältigen.

Die beste Reisezeit für diese Route sind das Frühjahr von Ende März bis Mitte April, wenn die Kirschblüte wandert, und der Herbst von Oktober bis November mit mildem Wetter und Laubfärbung. Der Sommer ist heiß und feucht, der Jahreswechsel ist in Japan ein Familienfest mit hohen Preisen und geschlossenen Betrieben. Wer die Kirschblüte plant, sollte Unterkünfte sechs bis neun Monate im Voraus buchen.

Ein Vergleich der beiden Länder lohnt sich für die Planung. Südafrika verlangt nach einer Entscheidung zwischen Trocken- und Regenzeit, Japan nach einer Entscheidung zwischen Blüte, Hitze und Laub. Beide Reisen profitieren von einer klaren Route und von weniger Ortswechseln, als man zunächst einplant.

05Was vor der Buchung zu prüfen ist

Reisende sollten die Einreisebestimmungen auf den offiziellen Seiten der jeweiligen Botschaft prüfen, nicht auf Blogs. Für Südafrika gilt für viele europäische Staatsangehörige eine visumfreie Einreise bis 90 Tage, der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 30 Tage gültig sein und zwei freie Seiten haben. Für Japan gilt Ähnliches, die genauen Bedingungen ändern sich jedoch.

Wer eine Safari bucht, sollte klären, ob Pirschfahrten im Preis enthalten sind, wie viele Gäste pro Fahrzeug sitzen und ob Trinkwasser gestellt wird. Wer selbst fährt, sollte die Tankstellendichte auf der geplanten Route prüfen. Und wer im südafrikanischen Winter reist, packt für die Morgenfahrten warme Kleidung ein, auch wenn die Mittagssonne stark ist.

Wer Südafrika nach Saison und Routenlänge plant, stößt schnell auf die Frage, wie sich eine solche Reise in einen größeren Rahmen einfügt. Genau hier setzt der Beitrag Japan und Südafrika planen an: Er ordnet beide Ziele als erste Fernreise ein, erklärt, welche Route für den Japan-Auftakt Sinn ergibt, wie viel Zeit einzuplanen ist und wann vor Ort die passende Safari-Saison beginnt. Wer die Südafrika-Planung bereits begonnen hat, findet dort die nötigen Anschlussfragen, von der Rundreisedauer bis zu den Monatswerten vor Ort.

Dieser Beitrag erscheint in der Rubrik Urlaub und Leben in Polen des Onlinemagazins Polen-Forum.com. Angaben ohne Gewähr: keine Rechts- oder Steuerberatung.